Spanienaustausch mit Kantabrien

Seit mehreren Jahren schon findet jährlich ein Schüleraustausch mit unserer Partnerschule, dem externer Link folgtI.E.S. Garcilaso de la Vega in externer Link folgtTorrelavega / Kantabrien statt. SchülerInnen unserer 10. bzw. 11. Klassenstufe können daran teilnehmen um ihr Spanisch vor Ort zu testen, neue Erfahrungen zu sammeln und nicht zuletzt neue Freunde kennen zu lernen...

Letztmals konnten wir im Jahr 2014 den seit 2009 bestehenden Kontakt zu einer zweiten Schulen - dem externer Link folgtI.E.S. Santa Clara in Santander - nutzen um einer größeren Anzahl an Schülern die Teilnahme am Austausch zu ermöglichen.

Wir verbringen eine Woche mit unseren spanischen Partnerschülern und -lehrern. Wer sich gerne ein Bild über das abwechslungsreiche Programm und die Erfahrungen der Schüler in den letzten Jahren machen möchte, sollte unbedingt die folgenden Artikel über die Austausche der vergangenen Jahre lesen.

Torrelavega 2016

Vom 21. Bis 28. September reiste eine Schülergruppe im Rahmen des Schüleraustausches mit dem IOS Garcilaso de la Vega nach Torrelavega in Kantabrien. Bereits im Mai waren die spanischen Schülerinnen und Schüler in Simmern zu Gast, nun fand der Gegenbesuch statt. Einen kleinen Eindruck bieten die folgenden Bilder. Neben den touristischen Highlights stand natürlich auch der spanische Alltag auf dem Programm: der tägliche Schulbesuch, Leben in der Familie und vor allem viele, viele Fußmärsche…

#vamosalaplaya

 

Der Atlantik in Kantabrien ist eindeutig der wilde Bruder des Mittelmeeres.

#LaConchaSuances
 

An unserem zweiten Tag in Spanien haben wir den Strand "La Concha" in Suances besucht. Auch wenn das Wetter nicht so mitgespielt hat wie erhofft, haben wir alle die Zeit genossen.


#PicknickimGrünen

 Zum besseren Kennenlernen unternahmen wir am Freitag einen Spaziergang zum Parque de la Viesca, wo die spanischen Gastgeber ein Picknick für uns vorbeireitet hatten. Es gab leckere Tortilla, Salate, Oliven - hmmmm...!

 

#Tierpark

 

Am Wochenende haben unsere spanischen Gastfamilien etwas mit uns unternommen.Einige waren Verwandte besuchen und ein paar waren im Tierpark. Der Tierpark war unglaublich groß, sodass man mit dem Auto und der Seilbahn durchfahren musste. Es war ein schöner Tag und eine gute Gelegenheit unsere Gastfamilien besser kennen zu lernen!

 

#Auf'nerschönengrünenWieseliegteingroßergrauerBerg

 

Im Parque de la Naturaleza Cabárceno, dessen Besuch mehr einer Safari-Tour als einem Zoobesuch glich, mussten wir hinnehmen, dass Benjamin Blümchen einem Afrikanischen Elefanten in Wirklichkeit eher wenig ähnelt.

 

#Strandküste

 

Am Montag waren wir auf einem Ausflug in Santander, der Hauptstadt Kantabriens, und haben dort eine Bootstour durch die Bucht und entlang der Küste unternommen.

 

#wirliebenbootstouren:
 

Bei strahlend blauem Himmel konnte die Gruppe am Montag über den Atlantik schippern und dabei nicht nur den Ausblick, sondern auch einige anregende Gespräche unter den Teilnehmern genießen, sodass die Bootstour für uns alle ein gelungenes und aufschlussreiches Erlebnis war!

 

#eineSeefahrtdieistlustig...

Trotz ruhiger See hat es ganz schön geschaukelt!

 

#lionrock


 Auf dem Foto ist ein Fels zu sehen, der (wie die Spanier erzählten) wie ein Löwe aussieht.

 

#Churros:NichtSoGeilWieJederSagt✌

 Ein bisschen enttäuscht waren wir von einer der spanischen Nationalspeisen – den Churros.

 

#TimetosayAdiós

Am Mittwoch hieß es dann Abschied nehmen, nicht ohne ein paar Tränen zu vergießen... Aber vielleicht sieht man sich ja wieder?

Spanienaustausch 2015

Dieses Jahr fand erneut der Spanischaustausch zwischen dem HJG und der IES Garcilaso de la Vega in Torrelavega statt. Vom 21. bis 29. September hatten wir also die Möglichkeit, unsere spanischen Austauschpartner zu besuchen, mit denen wir dann auch so einiges erlebt haben. Wir wurden herzlich empfangen und aufgenommen, und das nicht nur von „unseren“ Spaniern – auch deren Klassenkameraden, die leider nicht am Austausch teilnehmen konnten, kamen zu uns und haben uns freundlich begrüßt. Direkt am ersten Tag haben wir die Schule besucht, die sich, was das System allgemein angeht, nicht groß von unserer unterscheidet. Jedoch wird sie nur von 400 Schülern besucht, ist also um einiges kleiner als das HJG. Der Unterricht wurde von den Lehrern eher locker gestaltet (was aber auch daran liegen könnte, dass es für alle die erste Schulwoche war) und jeder nannte sie beim Vornamen!

Wir haben einiges gesehen, probiert  und neu entdeckt in unserer Zeit in Spanien. Oft trafen wir uns nachmittags in der Stadt mit der gesamten Gruppe, um dort die schönsten Plätze zu erkunden oder einfach nur um sich zusammenzusetzen und Pipas (Sonnenblumenkerne) zu essen, was bei allen Deutschen zu einer für die Spanier amüsanten Sucht wurde. Auf dem Markt in Torrelavega wurden uns viele typische spanische Spezialitäten empfohlen, die wir natürlich auch alle probiert haben, wobei viel süßes Gebäck mit Zucker dabei war.

Natürlich haben wir auch Ausflüge in andere, sehr schöne Städte gemacht, zum Beispiel nach Santander und Santillana del Mar. Dank des guten Wetters hatten wir dort wunderschöne Stunden am Strand verbracht. Wie bei jedem Ausflug mussten auch ein paar Museumsbesuche dabei sein, welche sehr gut gewesen wären, hätten wir besser die spanische Sprache verstanden. Uns wurde von den Lehrern jedoch das Wichtigste übersetzt, so dass wir viele interessante Dinge in der nachgestellten Höhle von Altamira und in einem sehr modernen Archäologiemuseum in Santander entdeckt haben.

 

Am Wochenende hatten wir dann viel Zeit mit unseren Austauschpartnern, die uns alle sehr ans Herz gewachsen sind. Wir haben gegrillt und gemütlich zusammen gesessen, während sie uns mit vielen, für uns neuen, Spezialitäten aus Spanien „gefüttert“ haben, zum Beispiel mit „Morcilla“, einer eher ungewöhnlichen Wurst aus Blut, Reis und Zwiebeln, welche alle tapfer probiert haben.

 

Der Abschied fiel schwer, jedoch steht ohne Zweifel fest, dass wir uns noch einmal sehen werden. Wir haben uns alle sehr gut verstanden und haben tolle Freunde in Spanien gefunden.
Es war eine wunderschöne Zeit, die wir um keinen Preis eintauschen würden.

 

(Carolin Schäffer)

Spanienaustausch 2014

Am Dienstag, den 7. Oktober, ging es los nach Spanien. Um acht Uhr trafen wir uns alle am Flughafen Hahn um einzuchecken. Nach einem guten Flug wurden wir im Flughafen von Santander ganz herzlich von den Gastfamilien empfangen, die mit uns dann weiter nach Torrelavega fuhren.
In den nächsten Tagen lernten wir dort die Stadt, die Familien und die Schule kennen. Wir machten auch verschiedene Ausflüge wie zum Beispiel in eine Tropfsteinhöhle, nach Santander und zu einem örtlichen Fischmarkt.
Die anderen Tage verbrachten wir mit unseren Austauschschülern und erlebten deren Alltag.
Zweimal gingen wir auch mit in die Schule, die allerdings jeden Tag nur von halb neun bis drei Uhr geht.
Danach gab es meist leckeres Essen wie zum Beispiel Tapas.
An dem Wochenende gaben sich die Gastfamilien besonders viel Mühe uns etwas zu bieten und machten mehrere Unternehmungen mit uns.
Dann war allmählich auch schon die Woche herum und die Spanier verabschiedeten sich tränenreich von uns.
Wir stiegen ins Flugzeug ein (nach einer ziemlich komischen Sicherheitskontrolle) und flogen wieder sicher zum Hahn zurück, wo unsere Eltern schon auf uns warteten.

2010

Der Spanienaustausch mit Torrelavega (von Lesley-Ann Kern)

Los ging es am 24.2.2010. Während unsere Mitschüler gerade in der Klasse saßen und Mathe hatten, standen wir, eine Gruppe von 28 Leuten, am Flughafen Hahn und warteten darauf, endlich nach Spanien zu fliegen. Nach einem ca. zweistündigen Flug waren wir dann zwar auch da, aber erst einmal in Madrid. Jetzt trennte uns nur noch eine kurze Busfahrt von unseren Zielen, Torrelavega und Santander, und diese Busfahrt dauerte auch nur fünf Stunden. Als wir dann endlich da waren, waren wir natürlich alle ziemlich müde, aber auch aufgeregt: Wie sind unsere Austauschpartner, wie die Eltern, was machen wir überhaupt alles? Vor allem hatten wir alle ziemliche Bedenken bezüglich unseres Spanischa, das, wie wir im Laufe der Busfahrt befanden, ziemlich katastrophal war, und das niemals auch nur ansatzweise dazu reichen würde, eine kleine Cola in der Bar zu bestellen. All das ist uns durch den Kopf geschwirrt, als wir unsere dicken Koffer in die (im Vergleich zu deutschen Häusern doch relativ kleinen) Wohnungen geschleppt haben.

Natürlich war dem ganz und gar nicht so: Die Spanier konnten teilweise ziemlich gut Deutsch, und teilweise konnten wir auch ziemlich gut Spanisch. Und wenn das mal nicht geklappt hat, hat man immer sein Wörterbuch mit sich herumgetragen, und Englisch konnten wir ja auch alle. Die Familien waren einfach nur total nett, und so wurden auch einmal Geschwister oder Oma und Opa irgendwo anders einquartiert, nur damit wir ein eigenes Zimmer haben konnten. Gekocht wurde uns, was wir wollten, aber auch typisch Spanisches, wie zum Beispiel Tortilla, was ein bisschen wie ein Reibekuchen ist, nur mit mehr Ei, und die Kartoffelstückchen sind größer. Unser Frühstück, das wir mit in die Schule bekamen, konnte sich auch immer sehen lassen, vor allem hatte ich immer so tolle gestreifte Donuts mit Schokoladenglasur, die waren schon nicht schlecht. Auch sonst essen die Spanier Chips mit ihrem normalen Mittagessen, was uns anfangs doch etwas verwunderte. Dafür trinken sie fast nichts, zumindest nicht tagsüber. Ansonsten schon, aber darüber sage ich jetzt besser nichts.

Am Freitag waren wir in einer Tropfsteinhöhle, dort war es sehr schön, und wir konnten eindrucksvolle Stalagmiten und Stalaktiten sehen, leider durften wir aber keine Fotos machen. Wir besuchten auch die lokale Tageszeitung „ El Diario Montañés“  und konnten sehen, wie eine Radiosendung geschnitten wurde, oder ein Nachrichtenstudio aussieht. Aber vielmehr freuten wir alle uns darauf, endlich einmal ans Meer zu fahren, was wir dann auch taten. Und dort war es wirklich sehr schön, wir konnten sogar kurz mit den Füßen ins Meer gehen, so warm war es. Dass wir danach ca. 1 ½ Stunden kopflos (so kam es uns Deutschen zumindest vor) durch Santander sprinteten, machte uns dann auch nicht mehr so viel aus. Am Wochenende gingen wir alle zusammen in eine Bar, und anschließend in die Disco. Montags waren wir zu Gast bei der Bürgermeisterin, die uns letztendlich zu einer riesigen Straßenparty  Ende August in Torrelavega einlud, und das können wir ihr ja wohl kaum abschlagen. Dienstags waren wir dann noch einmal mit in der Schule, und der spanische Unterricht ist wirklich etwas anders als unserer. Die Schüler müssen viel weniger mitarbeiten, und sie sprechen ihre Lehrer mit dem Vornamen an.  Es gibt zwar keine Klassenbücher, so wie wir aus Deutschland sie kennen, doch das heißt nicht, dass das Zuspätkommen der Schüler völlig unbeachtet bleibt, auch wenn uns das im ersten Moment so vorkommt – nach der Stunde tragen die Lehrer das nämlich in ein Computerprogramm ein, so eine Art elektronisches Klassenbuch.

Mittwochs sind wir dann morgens um halb sechs wieder in den Bus gestiegen, um unsere tolle Busreise anzutreten. Nicht aber, ohne uns von unseren Austauschpartnern mit dem typischen Küsschen links und rechts zu verabschieden, und uns für die tolle Zeit zu bedanken. Wir, und auch die Spanier, hatten eine wirklich tolle Zeit dort, und freuen uns sehr darauf, wenn sie im Mai, passend zum Maimarkt, wiederkommen!

2009: Nuestra semana en España

Martes, 21 de Abril 2009:
--> 13:50 Uhr. Ankunft in Torrelavega!
Das große Abenteuer kann beginnen! Nachdem wir alle herzlich von unseren spanischen Gastfamilien empfangen wurden, gegessen und ausgepackt hatten, machten wir zum ersten Mal Torrelavega unsicher.
--> 17:30 Uhr. 1. Erfahrungsaustausch!
Gegen Abend verabredeten sich Spanier und Deutsche in einer Bar zum gemeinsamen Calimocho (Wein+Cola) trinken wieder.
--> 21:00 Uhr. Kulinarische Delikatessen: Telepizza
Gegen 21Uhr waren wir dann zusammen gewöhnungsbedürftige Pizza essen, sagen wir so, sie schmeckte anders als in Deutschland.

Mièrcoles, 22 de Abril 2009:
--> 09:30Uhr. Abfahrt nach Santander!
Dort angekommen, besuchten wir das Maritimmuseum Kantabriens und besichtigten anschließend den langersehnten Strand. Wie natürlich zu erwarten, gingen wir Mädels danach erstmal in die Stadt zum Shoppen.
-->18.30Uhr. Ankunft in Torrelavega!
Wieder zurück in der Partnerstadt Simmerns, gingen alle zusammen etwas in einer kleinen Bar essen, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Jueves, 23 de Abril 2009:
-->08:30Uhr. Der erste spanische Schultag!
Selbst in Spanien wurden wir nicht von der Schule verschont. Also lernten wir in den nächsten zwei Stunden einfach mal den spanischen Unterricht kennen.
-->10:10Uhr.  Besuch des Marktes in Torrelavega!
In den nächsten zwei Stunden besuchten wir den Markt von Torrelavega, auf dem man alles kaufen konnte was das Herz begehrt. Gegen 12:10 verließen wir ihn wieder, um zurück zur Schule zu gehen.
-->16:00Uhr. Relaxen!
Das gute Wetter musste ausgenutzt werden: Gemeinsam verbrachten wir einen wundervollen Nachmittag am Swimming Pool, bei strahlendem Sonnenschein, hellblauen Himmel und 25°C.
-->19:00Uhr. Los geht’s!
Auf nach Santander! Mit der Bahn ging es nach Santander, anschließend mit dem Bus und zu guter Letzt zu Fuß ins Fußballstadion.
Fußball gucken: Real Racing Santander - Athletico Madrid. Wir waren natürlich alle für Santander, das Dank unserer Anfeuerungskünste 5:1 gewann. ;)

Viernes, 24 de Abril 2009:
--> 09:15Uhr. Abfahrt nach <<El Soplao>>!
Gegen 10Uhr betraten wir die Tropfsteinhöhle von „El Soplao“, deren Führung leider nur auf Spanisch war, was wieder einmal unsere Spanischkenntnisse erweiterte. Anschließend machten wir Halt in Comillas, um dort bei 23° ein  bisschen zu entspannen. Gegen Abend trafen sich dann alle Deutschen und Spanier, um die gemeinsame Zeit zu feiern.

Sabádo, 25 de Abril 2009:
--> Der erste Tag allein mit der Gastfamilie!
Der Tag wurde von den einzelnen Gastfamilien unterschiedlich gestaltet. Teilweise verabredeten wir uns auch untereinander, um etwas zu unternehmen. Um 18:30Uhr trafen wir uns wieder zum gemütlichen Beisammensein und verbrachten dann den restlichen Abend in einer Diskothek.

Domingo, 26 de Abril 2009:
--> Die Gruppe der Austauschpartner teilte sich in zwei Gruppen: die einen fuhren in den Zoo, die anderen an den Strand. Gegen Abend war dann Feiern angesagt.

Lunes, 27 de Abril 2009:
--> 08:30Uhr. Schule & danach Kulturprogramm!
Morgens gingen wir die ersten vier Stunden in die spanische Schule und besuchten danach zusammen mit Frau Seitz und Frau Roth das Rathaus von Torrelavega. Nachdem die Schule aus war, gingen wir was Leckeres essen und genossen noch einmal die schöne Zeit mit den Spaniern. Außerdem besorgten wir noch letzte Mitbringsel in der Stadt.
--> 17:50Uhr. Die deutschen Präsentationen!
Dann wurde es ernst. Wie die Spanier in Deutschland, mussten auch wir traditionelle Gerichte unseres Landes vorstellen. Zum Glück ist alles noch einmal gut gegangen und nach den gelungenen Vorstellungen konnte gefeiert werden. Den Geburtstag einer Deutschen, sowie die abenteuerliche Zeit, die wir miteinander verbringen durften. Als wir dann nachts nach Hause kamen, mussten wir erst noch packen bevor wir ans Schlafen denken konnten.

Martes, 28 de Abril 2009:
-->Bis bald Spanien!
Nach den ersten beiden Schulstunden war die Schule für uns schon wieder zu Ende, es ging nach Santander zum ‚aeropuerto’. Nachdem alle eingecheckt hatten und jeder seine  Boarding Card in der Hand hielt, kam der schwerste Teil, das Abschiednehmen. So einige Tränen flossen und nach der langen Abschiedszeremonie mussten wir uns dann beeilen noch rechtzeitig in das Flugzeug zu kommen. Tschüss Spanien. Hallo Deutschland! =)

Catrin Busch [1og] & Eva Huhn [1of]

2006

Im Jahre 2006 waren es 21 Schüler, die Simmerner flogen in Begleitung von Frau Gabriele Ewald und Herrn Stefan Brosowski nach Kantabrien im Februar in der närrischen Zeit (22. Februar bis 1. März), wo sie gleich zwei kantabrische Feste miterleben konnten, den Karneval und die Marzas. Karneval gibt es in Kantabrien vor allem an der Küste in Santoña, aber auch Torrelavega hatte etwas zu bieten: einen Fastnachtsumzug natürlich erst nach 23.00 Uhr, Kostümprämierung, tagsüber verkleidete Kindergruppen vor dem Ayuntamiento (Rathaus), die von der Bürgermeisterin (alcaldesa) Frau Doña Rosa Gómez Morante Süßigkeiten erhielten, und abends eine Theatergruppe, die auf Stelzen kleine Stücke auf den verschiedenen Plätzen Torrelavegas aufführte. Ein besonderes Ereignis für die maskierten Kleinen war das Entierro de la Sardina (Begräbnis der Sardine), vergleichbar mit dem Kehraus oder Begräbnis des Karnevals. Auf den Kanaren wird unter dem Wehklagen von als Witwen verkleideter Männer eine Pappmaschee-Sardine verbrannt zum Abschluss des Karnevals. In Torrelvega war die Sardine ein Kuchen, der an die Kinder mit einem Becher Schokolade verteilt wurde.

 

Die Marzas könnte man eventuell ein bisschen mit der Begrüßung des Monats Mai und des Frühlings in Deutschland vergleichen. Am 28. Februar zog ein Männerchor in der typisch kantabrischen Tracht in rot-weiß, auf den typisch kantabrischen Holzschuhen mit drei Absätzen, die besonders gut für die Feldarbeit geeignet sind, mit Stöcken, die an die große Bedeutung der Viehzucht in dieser Region erinnern, von einem Platz zum anderen, sangen kantabrische Lieder und verteilten kantabrische Leckereien. So begrüßen die Kantabrier den März. Auch gab es verschiedene Konzerte am Abend mit traditionellen kantabrischen Liedern gesungen von Männerchören in kantabrischer Tracht, nur begleitet von einem Tamburin.

 

Aber es wurde nicht nur gefeiert! Die Schüler besuchten mit ihren Austauschpartnern natürlich auch den Unterricht. Am Mittwoch vormittag sahen sie den großen Viehmarkt in Torrelavega, am Donnerstag nachmittag den Wochenmarkt mit den heimischen Produkten, Ausflüge führten sie nach Santander, Altamira, Santillana und die Küste. Ein besonderer Höhepunkt dieses Austausches war die Begrüßung durch die Alcaldesa selbst, die den Schülern ihre Stadt und Region vorstellte.

 

Die Spanier kamen im Mai mit der neuen Leiterin des Austausches und Deutschlehrerin Frau Bárbara González Mattern und ihrer Kollegin Concepción Maldonado Primo. Besonders gefiel den Spaniern die Schifffahrt auf dem Mittelrhein vorbei an der Loreley. Desweiteren besuchten sie die Burg Rheinfels, St. Goar, Oberwesel und Bacharach. Eine Tagestour führte sie in die Römerstadt Trier. Die Spanier erhielten eine Führung durch Simmern mit dem Hunsrückmuseum und wurden von Bürgermeister Faust begrüßt.

 

Als die 10er Klassen im Februar in Torrelavega waren, kamen 11 Schüler der Sprachenschule E.O.I. (Escuela Oficial de Idiomas) von Torrelavega vom 27.02. bis 05.03. mit ihrer Deutschlehrerin Frau Sabine Brüstle nach Simmern. Auf ihrem Programm standen das Kupferbergwerk in Fischbach, Idar-Oberstein, der Mittelrhein und Koblenz. Da sie im Februar kamen, hatten einige von ihnen ihre erste große Erfahrung mit dem Schneechaos im Hunsrück. 9 Schüler der Klassen 11 und 13 verbrachten die Zeit vom 31.03 bis 05.04. in Torrelavega mit ihren Austauschpartnern der Sprachenschule. Sie sahen natürlich Santillana, die Küste, Santander und als besonderen Höhepunkt die wunderschöne Tropfsteinhöhle EL Soplao.

2005

Die Nähe zum Flughafen Hahn machte es möglich. Kaum war die Flugverbindung von Hahn nach Santander (im Herbst 2004) eingerichtet, startete der Fachbereich Spanisch eine Briefaktion, um eine Partnerschule in Spanien zu finden. Tatsächlich meldete sich Sabine Brüstle von der I.E.S. Garcilaso de la Vega in Torrelavega, der zweitgrößten Stadt Kantabriens und teilte mit, dass sie im Februar 2005 gerne mit 10 Schülerinnen und Schülern ans HJG kommen wolle. Nun ging alles sehr schnell. Im Februar 2005 kamen zehn Schülerinnen und Schüler nach Simmern und im Mai besuchten elf Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des HJG Kantabrien. Auf dem Programm der Spanier stand das Kupferbergwerk in Fischbach, Idar-Oberstein und natürlich das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und ein Empfang durch Bürgermeister Faust. Die deutschen Schülerinnen und Schüler waren begeistert über das, was ihnen in Kantabrien geboten wurde: der Tierpark Cabárceno, wo die Tiere großen Auslauf haben, Santander mit dem maritimen Museum, die Nachbildung der Höhle von Altamira, das unter UNESCO-Schutz stehende, typisch kantabrische Dorf Santillana del Mar, der lange Strand von Oyambre, der wegen des noch etwas kühlen Wassers nicht zum Baden einlud, das malerische Fischerdörfchen San Vicente de la Barquera, das besonders ihrer Lehrerin Frau Gabriele Ewald gefällt, von dem man bei schönem Wetter die schneebedeckten Berge des Nationalparks Picos de Europa sehen kann und der Empfang im Rathaus von Torrelavega. Die Hunsrücker staunten nicht schlecht über die Ferial, den größten Viehmarkt Spaniens in Torrelavega. Auch waren sie von dem Essen angetan, das die Vielfalt der kantabrischen Gegend widerspiegelt: Fisch und Meerestiere an der Küste, Rindfleisch und sehr guten Käse im Landesinneren. Ganz zu schweigen davon, dass dieser Aufenthalt ihre Spanischkenntnisse und ihr Wissen über Land und Leute und deren Sitten und Gebräuche stark verbesserte, was ihnen besonders verdeutlicht wurde durch den unterschiedlichen Tagesablauf in beiden Ländern.