Die Günter-Felke-Stiftung am Herzog-Johann-Gymnasium

Günter Felke; Skizze von Werner Repert

A m 10. Oktober 1989 begründete der im März 2005 verstorbene Sohrener Unternehmer Günter Felke diese Siftung mit der Maxime: „Die besondere Leistung junger Menschen muss Lob und Anerkennung finden, damit unsere Gesellschaft auch in Zukunft wachse, blühe und gedeihe“.

 

D urch diese Zielsetzung wollte und will der Stifter jeden einzelnen Schüler ermuntern, anzupacken, mehr zu tun als das sonst Übliche. Seine Überzeugung war: „Keine Bildung ohne Anstrengung“ eben weil nicht durch Diskussionen und schöne Worte Persönlichkeiten geformt werden, sondern durch harte Arbeit und die je eigene Leistung. Ursprünglich hatte der Stifter nur besondere Schülerleistungen in den Fächern Erdkunde, Geschichte, Musik, Bildende Kunst und Deutsch fördern wollen. Das Interesse an der Förderung durch die junge Stiftung war aber bei allen Fächern von vorne herein da, so dass der Stiftungszweck auf alle gymnasialen Fächer ausgedehnt wurde.

 

Schüler aller Jahrgänge und Stufen hatten nunmehr die Chance, durch besondere Leistungen im Unterricht oder in der schulfreien Zeit sich zu präsentieren, mehr zu lernen und zu leisten, Erfahrungen zu sammeln und das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. Das konnten in Form von sportlichen oder musischen Erfolgen geschehen, von Bildern, Zeichnungen, kleinen Forschungen und Facharbeiten zu beliebigen Themen, von Gruppenleistungen etwa in Deutsch oder Geschichte oder auf der Bühne, gefragt ist aber stets die über den Durchschnitt hinausgehende Leistung.

 

D ie einzelnen Fachkonferenzen sind hier für die Auswahl gefordert. Sie präsentieren solcherart preiswürdige Leistungen dem Stiftungskuratorium, das sich im Augenblick zusammensetzt aus dem Sohn des Stifters, Karl Heinz Felke, Verbands- und Stadtbürgermeister Faust, den Bankdirektoren a. D. Dieter Merten und Dieter Weirich, Dr. med. Udo Prehn, OSTD a. D. Dr. Wolfgang Heinemann und OSTD Rudolf Windecker. Das Kuratorium  trifft die endgültige Entscheidung über die zu fördernden Leistungen und vergibt die Preise.

 

S eit 1990 ist der „Günter-Felke-Preis“ zum Ende jeden Schuljahres in feierlicher Form insgesamt 263 mal verliehen worden und zwar 190 mal als Preis an einzelne Schülerinnen und Schüler, 73 mal an Teams und Gruppen. Insgesamt sind inzwischen 1157 Schülerinnen und Schüler des Herzog-Johann-Gymnasiums durch eine Urkunde ausgezeichnet und gefördert worden. Es konnten aus der Stiftung bislang insgesamt rund 85.000,00 € an die Schülerinnen und Schüler als Preisgelder vergeben werden. Aber nicht nur deswegen ist der „Felke-Preis“ bei den Schülern äußerst begehrt. Er bedeutet eine Selbstbestätigung und steigert das Selbstwertgefühl.  Er wird auf dem Abiturzeugnis dokumentiert und verschafft so manchen Vorteil, etwa bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen.

 

I nteressant ist die Beteiligung der Fächer an der Erringung des „Felke-Preises“ mit 62 Preisen liegt das Fach Geschichte weit vorne. Es folgt die Musik mit 30 Preisen, Bildende Kunst mit 29, Deutsch mit 23, Erdkunde mit 16 und Physik mit 12 Preisen; Sport war mit 12 und Latein 11 mal dabei und Französisch mit 10. Die übrigen Fächer stellten 2 bis 8 mal die Gewinner. Und wenn man die Beteiligung der Fächer werten will, dann wird man annehmen dürfen, dass hier nicht kalte Rationalität und Effizienzorientierung gefordert und ausgezeichnet worden sind, sondern junge Menschen, die mit hoher Kompetenz, wacher Intelligenz und sozialer Verantwortung zu denken und zu arbeiten gelernt haben, die aber auch von einer Raison de Coeur, von Herzensbildung also, geprägt worden sind.

 

Dr. Wolfgang Heinemann, OSTD a. D.

 

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