Sensationsfund in Koblenz. Mitarbeiter der Direktion Archäologie haben in unmittelbarer Nähe der Kastorkirche den Spitzgraben eines frührömischen Kastells freigelegt. Auch die Fundamente einer spätantiken Tempelanlage und zwei Gräber aus der Karolingerzeit gehören zum Befund, der eine gewisse Brisanz hat. Widerlegt er doch die in Fachkreisen gängige Theorie, dass die Wurzeln von Koblenz an der Mosel liegen. Axel von Berg, Leiter der Koblenzer Dienststelle der Direktion, betonte bei der Pressekonferenz, dass die Keimzelle des antiken Koblenz am Rhein lag. Die Entdeckung war bei Bauarbeiten für die Bundesgartenschau 2011 südlich des Blumenhofs gemacht worden.
Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas betonte, dass die Entdeckung die weiteren Arbeiten nicht verzögern wird. Allerdings rechnen die Planer nun mit Mehrkosten: Der Befund oder zumindest die wichtigsten Ergebnisse sollen im Rahmen der Buga präsentiert werden.
(Rhein-Hunsrück Zeitung, 20.11.08)
Genau vor 2000 Jahren schickte Kaiser Augustus den beliebten Dichter Ovid ins Exil ans Schwarze Meer. Der heimatliebende Poet sollte seine Vaterstadt nie wieder sehen. Auch ständiges Bitten konnte den Kaiser nicht umstimmen. Aus dieser Exilzeit sind uns die Werke Tristien (Trauergedichte) und die Epistulae ex Ponto (Briefe von Pontus) erhalten. Ovid versuchte so Augustus und andere einflussreiche Römer zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Salvete!
Hier ein Hinweis auf Spiegel-online vom 13.11.2008. Man findet dort zwei interessante Videos zum Thema Rom und Köln vor 2000 Jahren.