18.09.2018

Verkehrserziehung am Herzog-Johann-Gymnasium

Von: Andreas Hintze

"Mit Sicherheit ans Ziel"









Nach dem Motto „Mit Sicherheit ans Ziel“ haben auch in diesem Schuljahr wieder über 400 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5, 6 und 7 des Herzog-Johann-Gymnasiums Simmern an den verschiedenen regelmäßigen Verkehrserziehungsmaßnahmen der Schule teilgenommen.

Für die frischen „Sextaner“ hieß es beim Projekt „BusSchule“, den täglichen Schulweg mit dem Bus kennenzulernen und Gefahren und Risiken dabei richtig einzuschätzen. So standen das richtige Ein- und Aussteigen an der Bushaltestelle ebenso auf dem Programm wie eine Vollbremsung während der Fahrt.

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen wurden von einem Mitarbeiter des ADAC beim Projekt „Achtung Auto“ über alles Wissenswerte zum Thema Bremsweg informiert. Besonders anschaulich wurde es, als die Kinder direkt eine Vollbremsung des ADAC-Fahrzeugs miterleben konnten und dabei ihre Vermutungen über die Länge des Bremsweges überprüfen konnten.

Für die Siebtklässler des HJG war deutlich mehr Bewegung angesagt. Bei mehr oder weniger sonnigem Wetter durchlief dabei jede Klasse eine Reihe von Stationen, in denen allerlei Wissenswertes über das Fahrradfahren im Straßenverkehr zu erfahren war. So gab es etwa eine Informationsveranstaltung zum Tragen eines Fahrradhelms oder aber Nachhilfe in Sachen Vorfahrtsregeln. Schließlich wurde das mitgebrachte eigene Fahrrad durch die Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizei Simmern untersucht, die sich wie in jedem Jahr erneut viel Zeit nahm und die „Drahtesel“ auf eventuelle Mängel untersuchte.

Im Anschluss konnte dann jeder sein Können im ADAC-Fahrradparcours auf die Probe stellen. Acht knifflige Stationen waren zu überwinden, vom Spurbrett über den Kreisel bis zum Slalom. Obwohl sie dabei noch auf wichtige Verhaltensregeln wie den Schulterblick zu achten hatten, absolvierten mehrere Schülerinnen und Schüler den Parcours ohne einen einzigen Fehler. Unterstützt wurden sie dabei von Mitschülern aus der MSS, die erneut für einen reibungslosen Ablauf des Parcours sorgten.

Den Höhepunkt der Verkehrserziehung am HJG bildeten am 13. und 14. September die Verkehrserziehungstage für die Oberstufe, die alle drei Jahre stattfinden. Knapp 350 junge Erwachsene aus den Stufen 11, 12 und 13 wurden dabei in Theorie und Praxis auf die Risiken und Möglichkeiten des modernen Straßenverkehrs hingewiesen. So kamen eine ganze Reihe von externen Referenten an die Schule, etwa von der Staatsanwaltschaft, dem TÜV oder dem B.A.D.S. und informierten die Schülerinnen und Schüler in Vorträgen zu verschiedenen Themen.

Aber auch praxisorientierte Aktionen wie der Verkehrssimulator der Polizei, der Gurtschlitten der Verkehrswacht Rheinland-Pfalz oder das Unfalldenkmal des Verbandes zur Vermeidung von Verkehrsopfern standen bereit, um den Schülerinnen und Schülern realistische Einblicke in das Geschehen auf der Straße zu ermöglichen.

Zum Abschluss wurde auf dem Pausenhof ein Auto aus zehn Metern Höhe auf den Boden fallen gelassen, um einen Aufprall mit ca. 50 km/h zu simulieren. Daraufhin gingen die Mitarbeiter der Feuerwehr Simmern ihrer Arbeit nach und verschafften sich unter den Augen der Schülerinnen und Schüler mit schwerem Gerät Zugang zum Fahrzeug.

Die Verkehrserziehung genießt am HJG seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Aus der Erkenntnis, dass in Sachen Sicherheit im Straßenverkehr Prävention die bedeutend bessere Wahl als Reaktion ist, wird jedes Jahr aufs Neue versucht, den Schülerinnen und Schülern auf verschiedene Art und Weise zu vermitteln, dass der moderne Straßenverkehr sowohl Chancen als auch Risiken birgt. So bleibt am Ende die Hoffnung, den ein oder anderen Unfall in Zukunft verhindern zu können und einen Beitrag für ein friedvolles und sicheres Miteinander im Straßenverkehr zu leisten.