11.06.2018

Mit Erasmus+ eine Woche in Österreich

Von: Hannah Ruzicka (Jgst. 12)

Abschlussveranstaltung des Projektes "Alte Heimat. Neue Heimat."





In welchem Land muss man jedes Mal nachfragen, selbst wenn man mit Deutschsprachigen spricht? Genau, Österreich, zweifellos.

Vom 13. bis zum 19. Mai 2018 reisten wir, die vier Schülerinnen Luisa Wald (11), Soraya Meyer (12), Lena Ruzicka (12) und Hannah Ruzicka (12) in Begleitung unserer Lehrerinnen Kerstin Röser und Sabine Hölz nach Österreich, um dort die Abschlussveranstaltung des zwei Jahre dauernden Erasmus Plus Projektes „Alte Heimat. Neue Heimat" vorzubereiten.

Erasmus+ - wer hat nicht schon mal davon gehört oder gar daran teilgenommen? Es ist ein von der EU unterstütztes Projekt, das es Schülern und Schülerinnen ermöglicht, anderen Kulturen und anderen Sprachen zu begegnen, sei es in Zusammenarbeit mit Italien, Polen oder Österreich, deren Sprache auch für die deutschen Reisenden nicht immer zu verstehen war, aber für einige lustige Momente sorgte. Im Zuge dieses Projektes hatten schon sechs Austausche mit immer neuen Schülern aus Chiavenna, Klobuck, Mittersill und Simmern stattgefunden. Da wurde gekocht, Flüchtlinge interviewt und, ganz wichtig, Kulturen und Handynummern ausgetauscht. Denn das ist das Ziel: Grenzen abzubauen und anderen zu begegnen, um von ihnen zu lernen, Gleichheit und gegenseitigen Respekt zu erfahren und zu verstehen, was Heimat ist und was es bedeutet, diese verlassen zu müssen.

Während der fünf Arbeitstage wurden die Schüler in verschiedene Gruppen eingeteilt. Gemeinsam wurde eine Timeline über die zwei Jahre Projektdauer erstellt, ein Feedback ausgearbeitet, ein Buffet für den Abschlussabend vorbereitet und musiziert, um das Fest zu gestalten. Dabei haben wir zusammen mit den österreichischen SchülerInnen und ihren Musiklehrern die Songs „Son of a preacherman“ von Dusty Springfield und „Africa“ von Toto einstudiert.
Doch nicht nur das: Das österreichische Schüler-Organisationsteam für diesen Austausch hatte auch sportliche Spiele und Ausflüge geplant, zum Beispiel eine Gondel- und Sesselliftreise auf das Kitzsteinhorn. Bis zu dreitausend Metern Höhe legten wir zurück, bekamen nicht nur arktische Temperaturen zu spüren, sondern auch jede Menge Schnee. Und das im Mai. Nicht nur ein Mal bedauerten wir, unsere Skier nicht mitgenommen zu haben, um mit den Einheimischen die Hänge herunterzufahren. Durch die Wolken war von der Aussicht leider nicht viel zu sehen, dafür aber umso leckereres Essen zu schmecken.

Sonne, Regen, Schnee - alles war dabei. Sogar ein beeindruckendes Gewitter in den Hohen Tauern, wenn auch nur auf der Leinwand des Nationalparkzentrums, einem Museum, in dem wir viel selbst entdecken und auch mal Murmeltier spielen durften. Was man durch das Wetter auf dem Kitzsteinhorn nicht sehen konnte, bekam man hier in einem 360°-Kino präsentiert.
Mitte der Woche stießen zu der deutschen Truppe noch Egbert Schmitz, Benjamin Rötsch und unsere Schulleiterin Elke Gresch dazu, sodass man sich fragen konnte, wer wen beaufsichtigte.
Die intensiven Projektstunden zahlten sich am Donnerstagabend aus. Es gab Tänze, ein Buffet und eine kreative Ausstellung zum Erasmus-Projekt, versüßt von den einstudierten musikalischen „Gustostückerln" (Zitat Frau Röser: „Ich liebe diese Sprache!").

Den Ausflug nach Salzburg am Freitag hatten sich alle also redlich verdient. Am Samstag kehrten wir wohlbehalten und mit vielen tollen Eindrücken in unsere Heimat zurück.

Und egal, was es letztendlich war, ob Arbeitstreffen oder Urlaubsreise oder vielleicht auch beides: Des baaaaast scho'!