25.02.2018

29. Preisverleihung der Günter-Felke-Stiftung

Von: Sabine B. Jung

Stiftungs-Engagement immer eine "große Herzensangelegenheit"











Trotz Grippewelle füllten am Morgen des 23.02.2018 zahlreiche Gäste die Aula des Herzog-Johann-Gymnasiums, um die 29. Preisverleihung der Günter-Felke-Stiftung zu verfolgen.

Nach einer musikalischen Begrüßung durch das Schulorchester mit dem Stück „Raiders March“ unter der Leitung von Kerstin Röser wurde die Preisverleihung durch Schulleiterin Elke Gresch eröffnet. Sie freute sich im Besonderen über die Anwesenheit von Elke Heinemann, deren Besuch das Publikum an den im letzten September verstorbenen Gatten und langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Heinemann erinnere. Über seinen Tod hinaus zeigte er durch sein Vermächtnis in Form eines äußerst namhaften Betrages, wie sehr ihm die Felke-Stiftung am Herzen lag. Auch dieses Jahr bewiesen die eingereichten Arbeiten und Projekte aus den verschiedensten Fachbereichen und Jahrgangsstufen „dass unsere jungen Leuten nach wie vor Engagement und Einsatzfreude besitzen“, freut sich Elke Gresch.

Der Enkel des Stifters Maximilian Rück ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die Preisverleihung zu verfolgen und richtete zu Beginn der Verleihung Grußworte an die Anwesenden. Wie auch die Jahre zuvor reisten er und seine Mutter aus Basel zur Preisverleihung nach Simmern an. Auch Maximilian Rück bedauerte innerhalb seiner Ansprache außerordentlich, einen „langjährigen Verbündeten“ seines Großvaters Günter Felke im letzten Jahr verloren zu haben, da auch Dr. Wolfgang Heinemann seine Arbeit innerhalb der Günter-Felke-Stiftung als eine „große Herzensangelegenheit“ ansah, die er mit tiefer Verbundenheit, Begeisterung und Engagement ausführte. Schließlich richtete er seine Worte direkt an die anwesenden Schüler und Schülerinnen: „Wir sehen es heute an euren Arbeiten - auch wenn ihre Gründungsväter nicht mehr direkt unter uns sind - die Idee dieser Stiftung lebt weiter. IHR haucht dem Ganzen ein vielfältiges Leben ein. Solange IHR da seid, EURE Entdeckungsfreude und Begeisterung zu Neuem - solange werden wir uns hier jedes Jahr wieder sehen. Einen Felke-Preis in Händen zu haben, ist eine lukrative und reizende Sache und macht sich für die Zukunft gut als eine wertvolle Auszeichnung auf jedem Zeugnis. Ja, seid stolz auf euren Preis!“

Nachdem das Auditorium ebenfalls von dem Vorsitzenden des Schulelternbeirates Alfons Witzenrath, dem amtierenden Schülersprechertrio Maurice Baum, Joelle Frey und Lea Schöller und Erik Gregori, der den erkrankten Vorstandsvorsitzenden der Günter-Felke-Stiftung Dr. Andreas Nikolay vertrat, feierlich begrüßt wurde, konnte die Preisverleihung beginnen.

Das Schulorchester leitete mit dem Stück „Wizard Wheezes““ die diesjährige Preisverleihung ein: Dieses Jahr gab es 15 Auszeichnungen, die an Schüler und Schülerinnen des HJG verteilt wurden, welche im vergangenen Schuljahr beachtliche Leistungen erbracht haben. Erfreulicherweise überreichte Manfred Klaßen vom Verein der Ehemaligen einen Zuschuss über 500 Euro für die Verdun-Fahrt (Klassenfahrt der 10. Jahrgangsstufe). Auch der Schulsanitätsdienst (SSD), die Medienscouts und das Projekt „Jugend forscht“ wurden dieses Jahr unterstützt, sodass insgesamt eine Summe von 2.750  Euro durch die Günter-Felke-Stiftung zugeteilt wurde. 

Die Schulgemeinschaft gratuliert ganz herzlich folgenden Preisträgern und Preisträgerinnen:

Im Fach Bildende Kunst wurde Chiara Bayerlein (Jgst. 12) für ihr sowohl malerisch als auch zeichnerisches Talent prämiert. Die Arbeit der Schülerinnen konnte man in der Aula an diesem Tag bewundern.

Der Fachbereich Deutsch konnte sich sogar über zwei Auszeichnungen freuen: Lena Marie Schinke  (8b) bekam einen Felke-Preis für ihren Schreibauftrag „Sklavenblut“, der sich mit der Thematik der kolonialen Sklaverei beschäftigt. Des Weiteren wurde Sophie Christine Hennrich (Jgst. 13) für ihre Besondere Lernleistung zum Thema „Zeitgenössisches Theater in Deutschland und Frankreich“ ausgezeichnet.

Für ihr selbst komponiertes Lied und den Videobeitrag zum „Bundeswettbewerb Franco Musiques 2017“ erhielt der Französisch-Leistungskurs (Jgst. 12) - neben dem hervorragenden 3. Platz auf Bundesebene- nun auch eine schulinterne Würdigung in Form des Felke-Preises.

Im Fachbereich Latein erhielten Vivian Baldes, Moritz Michel, Jannik Rhein, Sebastian Weiß und Chris Wifling (alle Jgst. 11) eine Auszeichnung des Kuratoriums für ihr selbstgestaltetes Video zur Asterix-Lektüre „Asterix Olympus“.

Über einen Gruppenpreis in Mathematik konnten sich Alexa Vossen, Emily Henn, Sarah Volkert, Rosa Martin (alle Jgst. 12) und Philipp Emmel (Jgst. 13) freuen. Die Schüler befassten sich innerhalb einer Projektarbeit im Rahmen der Mathematischen Modellierungswoche mit dem Thema „Warum rollt der Doppelkegel die Schienen hinauf?“ Einen weiteren Preis im Fachbereich Mathematik bekam der Abiturient Philipp Reitz für seine Facharbeit mit dem Thema „Die Evolventenverzahnung in Theorie und Anwendung“.

Für das herausragende Engagement im Fachbereich Musik konnten sich die Schüler und Schülerinnen des Schulorchesters über eine Auszeichnung freuen, die es sich nicht nehmen ließen, eine weitere Kostprobe ihres Könnens unter der Leitung von Kerstin Röser zum Besten zu geben.

Die Schülerin Lina Müller (Jgst. 6) wurde für ihr äußerst umfangreiches Portfolio im Bereich Naturwissenschaften zum Thema „Keimung der Bohne“ prämiert.

Im Fachbereich Religion wurde dieses Jahr die Abiturientin Mara Baustert für ihre BLL zum Thema „Christen als Soldaten. Widersprüche, Probleme, Motivationen“ ausgezeichnet, welche sich mit der Frage beschäftigte, inwiefern der Beruf des Soldaten mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren ist.

Celina Singer (Jgst. 13) befasste sich in Form einer Facharbeit mit der Frage der Gleichberechtigung im Fachbereich Sozialkunde. Sie setzte sich mit der Frage „ Artikel 3 (2) GG – wie gleichberechtigt ist Deutschland wirklich?“ auseinander.

Innerhalb des Fachbereiches Englisch konnte Leonie Stein (Jgst. 11) mit selbstverfassten Gedichten das Felke-Kuratorium überzeugen.

Die letzten drei Preise gingen jeweils an Schülerinnen der Jahrgangsstufe 13: So konnte sich Sarah Paul im Fachbereich Physik mit ihrer BLL zum Thema „Naturwissenschaft Musik über Intervalle und Tonstrukturen“ über eine Auszeichnung freuen. Im Fachbereich Chemie gingen gleich zwei Preise an zwei äußerst überzeugende „Besondere Lernleistungen“:  Zum einen an die Schülerin Alexandra Maier, die sich mit dem Thema „Bodenanalysen des Schulweinbergs im Wingertsbergpark“ beschäftigte und zum anderen an Jana Winkler, welche sich in ihrer Jahresarbeit mit dem Thema „Untersuchung von Bio-Schweinefleisch versus Discounter-Schweinefleisch“ befasste.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger bekamen die Möglichkeit, ihre Projekte kurz vorzustellen. Der Dank galt insbesondere den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern, die als Impulsgeber, Berater innerhalb der Fachbereiche oder technische Helfer ihre Schüler und Schülerinnen unterstützten und natürlich auch den Familien, insbesondere den Eltern.

Mit dem Medley „Queen on stage“ und einer vom Publikum lautstark eingeforderten Zugabe beendete das Schulorchester den feierlichen Rahmen des diesjährigen Programms und die „Ausgezeichneten“ konnten sich beim anschließenden Sektempfang über ihre Preise freuen und mit ihren Familien und Lehrkräften feiern lassen.

Die Schulgemeinschaft ist wie immer stolz auf die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger und hofft, dass auch in Zukunft solche tollen, kreativen und außerordentlichen Leistungen von unseren Schülern und Schülerinnen erbracht werden.