01.03.2017

HJG erfolgreich beim Regionalwettbewerb Jugend forscht 2017 in Bingen

Von: Dr. Ilka Meyer

Drei Schüler-Projekte konnten überzeugen





Mit insgesamt 3 Projekten in den Bereichen Biologie und Physik überzeugten die Schülerinnen und Schüler des Herzog-Johann-Gymnasiums die Jury bei dem Regionalwettbewerb Jugend forscht in Bingen. Dabei war Oliver Thon aus der MSS 13 mit seinem Projekt so überzeugend, dass er nun beim Landeswettbewerb bei der BASF in Ludwigshafen antritt. Die hervorragenden Leistungen einiger Schülerinnen und Schüler wurden zudem mit dem Felke-Preis ausgezeichnet.

Die diesjährigen Teilnehmer unserer Schule bei Jugend forscht und Schüler experimentieren kamen aus den unterschiedlichsten Jahrgangsstufen. Im Fachbereich Physik hat Nils Goll (8c) das Thema „Kuhle Kuhmilch – durch Pflanzen eiskalt abserviert“ vorgestellt und einen hervorragenden 3. Platz in einer starken Konkurrenz belegt. Nils hat zunächst Milch und später Milchersatzprodukte auf ihre Tauglichkeit zur Herstellung eines Latte Macciato untersucht. Dabei bestimmte Nils neben der Dichte auch die Stabilität des Schaums verschiedener Produkte. Dazu entwickelte er ein eigenes Testverfahren, mit dem er zuverlässig die Stabilität des Schaumes bestimmen konnte.

Friederike Trotzky, Leonie Stein und Tim Frey aus der Jahrgangsstufe 10 untersuchten,ob Kaugummi kauen die Konzentration fördert. Sie untersuchten drei Gruppen mit gleichen Aufgabenstellungen, die gleichstark mit Mädchen und Jungen besetzt waren. Im Sinne der Schüler hätte das Ergebnis positiv für das Kaugummi kauen ausgehen sollen, doch überraschend für das Trio stellte sich heraus, dass die Unterschiede in den Testgruppen minimal mit leichtem Vorsprung für die nichtkauende Gruppe war. Der Forschungsansatz und die Durchführung wurden mit dem 2. Platz im Fachbereich Biologie belohnt.

Oliver Thon aus der MSS 13 hat mit seinem Thema „Verbessern Wildhefen die Weinqualität?“ eindrucksvoll mit molekularbiologischen Arbeitsmethoden Wildhefen auf den Beeren der Johannitertrauben des stadteigenen Weinbergs bestimmt und untersucht. Simmern ist eine eher untypische Weinanbauregion, was sich auch in der Qualität des Weines niederschlägt. Olivers theoretischen Überlegungen sollen zukünftig in den Ausbau des stadteigenen Weins einfließen und zur Verbesserung der Weinqualität unabhängig von den klimatischen Bedingungen praktisch genutzt werden. Wildhefen können den Gärprozess und damit die Weinqualität maßgeblich beeinflussen. Zu diesem Zweck analysierte und identifizierte Oliver mikro- und molekularbiologisch die auf den Beeren vorkommenden Wildhefen. Seine Arbeit wurde mit dem 1. Platz im Fachbereich Biologie belohnt, wodurch Oliver für den Landeswettbewerb Jugend forscht in Ludwigshafen im April qualifiziert ist. Neben dem Regionalsieg wurde Olivers Stand zudem als der schönste beim Regionalwettbewerb ausgezeichnet. Diese Ehre wurde dem Herzog-Johann-Gymnasium nun zum vierten Mal in Folge zuteil.

Die außergewöhnlich guten und aufwendigen Arbeiten, die Schüler in der Oberstufe neben dem Unterricht anfertigen, werden in der Schule auch mit dem Felke-Preis ausgezeichnet. So erhielt Oliver Thon neben Kathrin Cygan (MSS 13) in diesem Jahr zusätzlich auch den Felke-Preis. Kathrin erhielt die Auszeichnung für ihre Ausarbeitungen zu geschmacklichen Fehlnoten in Rotwein, nachdem eine Fruchtfliege auf ihm gesessen hat.